Pendeln mit dem Rad - hin und wieder zurück mit Martin Moschek

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Pendeln mit dem Rad - hin und wieder zurück mit Martin Moschek

Mit #commutehamburcchh wollen wir Menschen ermuntern, mit dem Fahrrad regelmäßige Pendelfahrten zu fahren. Die Stadt Hamburg hat mit den bis jetzt 14 Velorouten in und durch die Stadt bereits ein großes Wegenetzwerk gebaut, das nun auch genutzt werden möchte. Wir lassen in unserem Newsblog Freundinnen und Freunde aus unserem Netzwerk ihre Geschichte, ihre Route und ihre Erlebnisse schildern. 

Mit Martin Moschek haben wir einen Autoren, der sich mnit dem Radfahren bestens auskennt. Er arbeitet bei Adobe und betreibt nebenbei den Blog BiketourGlobal und seinen gleichnamigen Podcast. Er ist Bikepacker und Reiseradler, hat 51 Länder mit dem Fahrrad bereist und bereitet sich gerade auf den Silk Road Mountain Race vor. Zudem war er schon mehrfach Gastredner im Store und hat von seinen verrückten Weltreisen mit dem Rad erzählt. Hier ist er zu Hause und berichtet von seiner #commutehamburcchh Strecke:

"Hin und wieder zurück"

… so lautet nicht nur der Titel des berühmten Buches von Bilbo Beutlin aus „Herr der Ringe“, sondern es steht auch für mein fast tägliches Pendeln zur Arbeit.

22 Kilometer hin und die gleiche Strecke wieder zurück. 44km am Tag sind schon mal nicht schlecht – von Halstenbek in die Große Elbstraße nach Hamburg.

Die direkte Route wäre natürlich wesentlich kürzer, aber mal ehrlich: wer fährt denn mit dem Fahrrad zur Arbeit und nimmt den direkten Weg? Hin möchte man ja nicht unbedingt schnell und zurück nach Hause kann es ja ruhig auch etwas länger dauern. Und oft ist es ja auch nicht wirklich schön dort, wo man langfahren würde, wenn der direkteste Weg gefahren wird.

„Bike2Work“ heißt es ja heute so schön und die je eine Stunde Hin- und Rückfahrt sind für mich Erholung, Entspannung, Ausgleich und Sport. Auf dem Weg ins Büro sammle ich mich für den Tag, (nutze die Strecke für etwas Nüchtern-Training) und tanke Sauerstoff und Kraft für die kommenden Stunden. Auf dem Weg nach Hause kann ich abschalten, den Arbeitstag auch mental beenden und mich etwas verausgaben, bevor ich zuhause ankomme und die Familie wartet.

Dafür habe ich meinen Weg soweit optimiert, dass ich nur wenig Straße fahren muss und stattdessen viele Wald- und Feldwege mitnehme und vor allem entlang der Elbe fahren kann. Von Halstenbek fahre ich durch den Klövensteen nach Sülldorf. Hier habe ich etwas Straße vor mir, bevor ich dann in Blankenese runter an die Elbe fahre. Dieser folge ich dann einfach bis zum Fischmarkt, wo mein Büro liegt.

Der Mühlenberg und der Mühlenberger Weg sind meine „Puls-Strecke“, denn hier fahre ich durchaus auch mehrmals hoch und runter und sammle so ein paar Höhenmeter.

2019 bin ich an 117 Tagen zur Arbeit geradelt und habe dabei 5.000 km zurückgelegt. Und ich habe – auch wenn es nicht meine Intention ist – damit 650kg CO2 eingespart, 150 Euro Umweltkosten und 850 Euro Unfallfolge- und Staukosten vermieden, 1.800 Euro Fahrtkosten eingespart und 117.000 Kalorien verbrannt.

Und wer sagt, bei uns im Norden ist das Wetter immer schlecht: Ich hatte 2019 an 61 Tagen Sonne, an 36 Tagen war es bedeckt und nur an 20 Tagen Regen. Die Durchschnittstemperatur lag bei 15,2 Grad Celsius – der wärmste Tag hatte 35 Grad, der kälteste -4 Grad.

 

Seit März 2020 bin ich nun im Home-Office und werde dort auch noch bis zum Juli 2021 bleiben. Das Radfahren habe ich entsprechend verlagert und fahre interessanterweise noch mehr als zuvor. Dennoch vermisse ich den Weg ins Büro und die Schönheit der Strecke, die mit durch dichten Wald, recht schöne Felder an die wunderbare Elbe führt. Das hat nicht jeder. Und so fahre ich heute manchmal zum Training einfach bis zu meinem Büro, bevor ich umkehre und mich in den Elbbergen noch etwas verausgabe.

    

Mehr von Martin: www.biketour-global.de

#commutehamburcch